Wie wir Wein machen

Aktualisiert: 5. Okt 2020

Unsere Philosophie: Arbeiten im Einklang mit der Natur


Willkommen bei den Geschichten unseres Weingutes. Hier möchten wir euch kleine Einblicke von unserem Schaffen und Wirken auf dem Galgenberg und im Keller zeigen.

So wie wir mit unseren Böden umgehen, zeugt von der Fähigkeit, Wurzel zu schlagen zu einer lebenswerten Zukunft.

Unsere Zeit ist geprägt von der Zerstörung der Biospähre des Planeten. Der Wald stirbt, das Klima gerät aus den Fugen, an vielen Orten der Erde hat der Mensch schon Blühendes in Ödes verwandelt. Für uns liegt bei all dem ein gestörtes Verhältnis zur Natur zugrunde. Das wollen wir ändern und so machen wir Wein.


Der wichtigste Aspekt beim Arbeiten mit der Natur ist die Aufmerksamkeit, die wir den Böden schenken. So versuchen wir, das Bodenleben zu fördern, Humus aufzubauen, die Insektenvielfalt zu erhöhen, den Boden vor Austrocknung zu schützen. All das kommt natürlich der Rebe zu gute und Humusaufbau stärkt die CO2-Bilanz.

Aber auch das drum herum ist uns wichtig, so tragen wir mit dem Pflanzen von Sträuchern und Streuobstbäumen dafür, dass der Galgenberg so strukturreich bleibt wie er ist.


Viele Arbeiten im Weinberg werden von uns von Hand gemacht, vom Schneiden der Reben im Februar über die Laubarbeiten im Mai, Juni und Juli zu der Lese im Herbst. Der Rebe selbst wollen wir nicht mit Maschinengewalt zu Leibe rücken. Maschinen kommen bei uns nur bei der Bodenbearbeitung, beim Mulchen und beim Spritzen zum Einsatz.


Wir düngen und behandeln unsere Reben nur mit organischen und ökologischen Dünge- und Spritzmitteln. Das heißt, wir verwenden Mist oder Kompost zum düngen und Schwefel sowie pflanzliche Stärkungsmittel beim Pflanzenschutz. Einzige Ausnahme: Gegen den falschen Mehltau wenden wir phosphorige Säure an Stelle von Kupfer an. Dieses Mittel ist zwar im biologischen Anbau nicht zugelassen, aber da wir nicht mit Kupfer, das die Böden anreichert, arbeiten wollen, ist das für uns der beste Kompromiss.


Bei der Lese und im Keller gilt: Sauber und schonend arbeiten und dem Wein beim Entwickeln viel Ruhe und Zeit lassen. Wenn wir in den Reben alles richtig gemacht haben, dann enttäuscht uns das Ergebnis in den Fässern nicht.


Wir stehen gerade noch am Anfang und haben viel Freude daran, zu experimentieren und Neues zu etablieren. Gerade im Hinblick auf schonenderen Umgang mit Boden und Pflanzen wollen wir nicht stehen bleiben, sondern immer besser werden. Denn es lohnt sich, den Trauben die vollste Aufmerksamkeit zu schenken: Wein besitzt viel magisches und wundervolles, wenn man selbst neugierig den Wundern der Welt gegenübersteht.



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